Alzheimer-Krankheit

You are here:
< Zurück
Alzheimer-Krankheit
 
Seit dem Erscheinen von neuen Medikamenten (Acetylcholinesterase-Hemmer) gegen die Alzheimer-Krankheit liest und hört man mehr über diese Erkrankung. Parallel dazu ist die Angst, diese Krankheit zu kriegen, gestiegen und häufiger werden wir bei Vergesslichkeit gefragt, ob das nun die ersten Anzeichen dazu seien. Bei zunehmender Lebenserwartung ist diese Krankheit häufiger geworden.
Demenz (geistiger Zerfall, Verblödung) hat diverse Ursachen (Schilddrüsenunterfunktion, Vitaminmangel, Alkohol, Arterienverkalkung, u.a.), die teilweise behandelt werden können. Die Alzheimer-Krankheit ist eine der häufigsten Formen von Demenz, bei der diffus grosse Mengen von Hirnzellen absterben, ohne dass man die Ursachen davon kennt. Trotzdem gibt es neuerdings Medikamente, welche diese Krankheit entscheidend lindern können, und zwar je früher desto besser, Stark fortgeschritten Erkrankte können von diesen Mitteln nicht mehr profitieren. Da diese Medikamente sehr teuer sind, muss vor dem Einsatz, nach 3 und 6 Monaten und dann halbjährlich ein einfacher Gedächtnistest durchgeführt werden. Das ist Voraussetzung, dass die Krankenkassen diese Mittel (ca Fr. 2500.-/Jahr!) bezahlen. Trotzdem lohnt sich dieser Einsatz letztlich auch finanziell, kann doch damit eine Einweisung in ein Pflegeheim um 1-2 Jahre verzögert werden. 
Wie erkennt man diese Krankheit?
Wird im Alltag immer wieder Wichtiges und Selbstverständliches vergessen, sollten Abklärungen erfolgen. Oft merkt es der Betroffene nicht, will es nicht wahrhaben oder versucht seine Vergesslichkeit zu vertuschen. Es ist daher wichtig, dass Angehörige uns ärzte auf einen solchen Verdacht aufmerksam machen oder die Betroffenen motivieren, zur Abklärung zu kommen. Dazu gehört eine allgemeine körperliche Untersuchung mit einigen Laboranalysen sowie ein Gedächtnistest. Bei Bestätigung der Diagnose erfolgt dann ein Behandlungsversuch, bei Unklarheit sind ev. weitere Abklärungen (Gehirn-CT) oder die überweisung an einen Spezialisten nötig. 
Angehörige interessiert die Frage, ob diese Krankheit vererbt werden kann. Tatsächlich besteht ein doppelt hohes Risiko, wenn Eltern oder Geschwister betroffen sind! Glücklicherweise kennt man heute Massnahmen, welche vorbeugend wirken: Regelmässiges Fitness- und Gedächtnistraining, Konsum von Fisch 3x/Woche (W-Fettsäuren wirken antioxidativ) sowie die zusätzliche Einnahme von Vitamin E.
Nochmals: je früher die Behandlung einsetzt, desto effektiver ist sie.
Deshalb: bei Verdacht mutig darüber sprechen und den Arzt aufsuchen.