Autogenes Training

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Autogenes Training nach I.H. Schulz
 
In unseren Sprechstunden geht es oft auch um Beschwerden, die nicht organisch bedingt sind oder um Gespräche, die präventive und gesundheitsfördernde Inhalte haben. Solche Massnahmen sollen helfen, ein gesünderes Leben zu führen (Motivation zu mehr Bewegung, weniger Suchtverhalten, Kurzberatung in Ernährung etc). Häufig wünschen unsere Patienten aber auch Hinweise für eine bessere Stressbewätigung oder zu mehr innerer Ruhe. Techniken also, die Entspannung und Gelassenheit vermitteln können. 
Eine bewährte und einfach erlernbare Entspannungstechnik ist das Autogene Training nach I.H. Schultz.
Im Sinne eines Trainings werden anfangs sechs Grundübungen (Schwere, Wärme, Herz, Atmung, Sonnengeflecht, Stirn) zur Selbstentspannung erlernt. Durch diese vorgegebenen übungen entsteht mit der Zeit ein angenehmes Gefühl von Ruhe, Schwere und Wärme. Das Schweregefühl entsteht durch eine willkürliche Entspannung der Muskulatur, die Wärme durch eine Erweiterung der Blutgefässe. Es gelingt dadurch eine Beeinflussung des vegetativen Nervensystems und eine Umstimmung zur Ruhe hin. Eine einfache und ohne fremde Hilfe durchführbare Technik, welche die Möglichkeit bietet Gesundes zu stärken und Ungesundes zu verdrängen. Menschen, die regelmässig Autogenes Training machen, berichten über ein vertieftes Erholen in kurzer Zeit, entspannteren Schlaf und ein besseres Wohlbefinden. 
Das Autogene Training wurde in den 20-iger Jahren vom Psychiater Dr. med. I.H. Schultz entwickelt. Ziel des Trainings ist es, eine „entspannte Gelassenheit“ zu erreichen. Am besten kann man dies mit dem Begriff „einfach sein“ umschreiben. Das einzig Aktive sollte ein regelmässiges üben sein.
Aufwand: 
Ein Einführungskurs dauert 6 bis 10 Lektionen im Abstand von ca. 2 Wochen. Gelernt wird unter Anleitung einzeln oder in kleinen Gruppen. Wichtig ist dabei das Besprechen des Erlebten damit Unklarheiten und Fragen zu den übungen geklärt werden können. Ein regelmässiges üben, 2x bis 3x pro Tag Zuhause für mind. 5 bis 10 Minuten ist eine wichtige Voraussetzung. Die übungen sollten möglichst immer an der gleichen Stelle des Tagesrhythmus gemacht werden (z.B. nach dem Essen, vor dem Schlafen etc.)