Functional Food

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Functional Food

Unübersehbar ist im Lebensmittelmarkt ein neues Segment entstanden. Functional Food, auch Pharma Food genannt, wird als besonders gesunde Nahrung angepriesen. Man verspricht, damit den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern. Bewiesen ist aber bis heute gar nichts: Es gibt keine Daten z.B. für eine positive Wirkung für Herz-Kreislaufkrankheiten oder Krebs. Trotzdem ist dieser Markt zunehmend, die Werbung wirkt und für die Industrie ist es eine Möglichkeit, die einzelne Kalorie teurer zu verkaufen. Die Industrie ist nicht wie bei Medikamenten verpflichtet, ihre Aussagen zu beweisen. Was wird angepriesen?

  • Prebiotika: Sind nicht verdauliche Lebensmittelbestandteile, die das Wachstum und/oder die Aktivität bestimmter Bakterien im Darm fördern.
  • Probiotika: sind Mikroorganismen, meist Milchsäurebakterien, welche die Darmflora beeinflussen. Man findet sie vor allem in Yoghurts.
  • Antioxidantien Wirken der Bildung reaktiver Oxidantien entgegen, welche Proteine, Fette und Erbsubstanz (DNA) schädigen können. Beispiele sind Vit. C und E sowie Beta-Carotin. Obst und Gemüse enthalten viele dieser Stoffe und können so natürlich zugeführt werden!
  • Fettersatz- und Austauschstoffe: Fettersatzstoffe sind Fettsäuren mit vermindertem Energiegehalt. Fettaustauschstoffe werden auf der Basis von Eiweiss und Kohlenhydraten hergestellt. Ziel beider Prinzipien ist die verminderte Zufuhr von Fetten, was bei steter Zunahme von übergewicht gut ankommt. Leider haben sich die Hoffnungen auf eine gute Gewichtskontrolle nicht erfüllt, es wurden sogar bereits negative Auswirkungen beobachtet. Schon die Light-Produkte haben versagt, trotz Reduktion der Fettaufnahme ist die Zahl der übergewichtigen gestiegen.
  • Omega-3-Fettsäuren: Kommen in Fischölen natürlicherweise vor, sollen entzündungshemmend wirken und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen herabsetzen. Immer mehr Produkte werden mit dieser Substanz angereichert, z.B. Frühstücksflöckli, Brot und Wellness-drinks. Es ist aber noch nicht bewiesen, dass diese Substanz allein das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfälle vermindern kann, wie das bei fischreicher Ernährung beobachtet wurde.

Viele Leute essen immer noch zu viel, zu fett und zu süss. Leider können gravierende Ernährungsfehler mit Functional Food nicht behoben werden. So bleibt einmal mehr die Empfehlung, auf eine ausgewogene Mischkost mit hohem Anteil an Früchten und Gemüsen zu achten, verbunden mit viel Bewegung.