Gesundheitsrisiken

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Gesundheitsrisiken: sinnvolle Tests

Herz-Kreislaufkrankheiten, vor allem Herz- und Hirnschlag, aber auch verengte Arterien in den Beinen sind, altersbedingt und gepaart mit zusätzlichen Risikofaktoren, gehäuft und schwerwiegend. Sie können mit einer gesunden Lebensweise, wenn nötig auch mit Medikamenten, vermieden oder hinausgezögert werden können. Mit dem sogenannten AGLA-Score http://www.agla.ch/risikoberechnung/agla-risikorechner kann das individuelle Risiko für einen Herzinfarkt berechnet werden. Dazu braucht man die Blutfettwerte, den Blutdruck, das Alter und die Angabe, ob man Raucher, Diabetiker oder genetisch veranlagt ist. Bei einem Risiko von mehr als 10%, in den nächsten 10 Jahren einen Herzinfarkt zu erleiden, werden Massnahmen empfohlen. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Diabetes (Zuckerkrankheit) 
In der Schweiz leben ungefähr 400’000 Menschen mit einem Diabetes mellitus, davon ist etwa ein Drittel unerkannt. Die Betroffenen wissen es nicht und merken nichts davon. Doch auch in ganz frühen symptomlosen Stadien schadet der Zucker den Gefässen. (Wir haben früher darüber berichtet, Interessierte finden den Beitrag auf unserer Homepage unter Artikel) Das Risiko für diese Krankheit ist nicht bei allen gleich und es ist nicht nötig, dass nun bei allen Leuten der Zucker gemessen wird. Es gibt neu einen Risikotest, welcher bei uns erhältlich ist oder online gemacht werden kann, http://www.diabetesgesellschaft.ch/diabetes/risikotest mit folgenden Fragen: 1. Alter? 2. BMI? (berechnet aus Gewicht und Grösse) 3. Bauchumfang? 4. Tägliche anstrengende Bewegung von mind. 30 Minuten? 5. Essen Sie jeden Tag Früchte und Gemüse? 6. Nehmen Sie Medikamente gegen hohen Blutdruck? 7. Wurden schon erhöhte Blutzuckerwerte gemessen? 8. Leiden oder litten Eltern, Geschwister oder eigene Kinder an Diabetes?
Ergibt die Beantwortung dieser Fragen weniger als 11 Punkte, besteht kein, bei über 18 Punkten ein sehr hohes Risiko. Online erhalten Sie gleich die Auswertung, nach Wunsch können wir den Test in der Sprechstunde machen oder Sie können uns die Antworten zur Berechnung bringen. Bei erhöhtem Risiko ab 11 Punkten ist eine Bestimmung des Blutzuckers sinnvoll.

Rauchen
Einer der grössten Risikofaktoren ist und bleibt das Rauchen. Kaum ein Raucher ist sich dessen nicht bewusst, viele möchten aufhören. Oft genügt der Wille allein dazu nicht, es braucht Hilfe von aussen. Gerne helfen wir Ihnen dabei, neu wird das Medikament Champix bei starker Abhängigkeit von der Krankenkasse bezahlt. Ob jemand stark abhängig ist, wird mit dem weltweit anerkannten Fagerströmtest festgestellt, welchen Sie online unterhttp://www.fosumos.ch/index.php/it/nikotin/fagerstroem-test machen können oder auch bei uns in der Praxis. Ab 6 Punkten besteht eine starke Abhängigkeit und Champix wird bezahlt. Weiter sind Nikotinpräparate und Zyban, welche ebenfalls zur Entwöhnung eingesetzt werden können, nicht kassenpflichtig.

Bewegungsmangel
Regelmässige körperliche Aktivität hat nicht nur eine Schutzfunktion für die Gefässe, es hilft auch das Gewicht reduzieren, verbessert die Cholesterinwerte und hat zusätzlich auf die Psyche einen positiven Einfluss. Jede Art der Bewegung ist wertvoll, Treppen steigen statt Lift fahren, eine Station früher aussteigen und heim marschieren, mit dem Velo statt mit dem Auto einkaufen gehen, usw. Empfohlen werden mindestens 30 Minuten täglich, motivierend ist auch ein Schrittzähler, mit dem man sich individuelle Ziele setzen kann. Wir haben noch einige Exemplare zur Gratisabgabe in der Praxis.

Bluthochdruck
Laut Angaben der schweizerischen Herzstiftung leidet jeder vierte Erwachsene unter zu hohem Blutdruck, mit dem Alter zunehmend. Diesen spürt man lange nicht, so dass gelegentliche Messungen sinnvoll sind. Man rechnet, dass etwa ein Drittel der Leute mit dieser Diagnose unerkannt sind. Lassen Sie sich deswegen bei jeder Gelegenheit, auch bei uns in der Praxis, Ihren Blutdruck messen. Er sollte in der Regel den Wert von 135/85 nicht überschreiten. Im Zweifelsfalle können wir Ihnen ein Gerät für Heimmessungen ausleihen. Ein zu hoher Blutdruck sollte immer behandelt werden, falls Allgemeinmassnahmen nicht genügen, mit Medikamenten.

Cholesterin
Unbestritten fördert ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut die Ablagerung von Kalk in den Arterien. Die Höhe des Cholesterins ist stark abhängig von der Veranlagung, so gibt es auch verschiedene familiäre Fettstoffwechselstörungen. Ferner beeinflussen die Lebensweise und das Essen die Höhe des Cholesterinspiegels. Bewegung verbessert den Wert ebenso wie der verminderte Konsum von tierischen Fetten (Butter, Rahm, Käse, Wurstwaren, Schweinefleisch u.a.). Pflanzenfett ist bezüglich Cholesterin neutral, vor allem fettreicher Fisch mag den Cholesterinstoffwechsel sogar positiv zu beeinflussen. Bei erhöhten Gefässrisiken und hohem Cholesterin ist es ratsam, entsprechende Medikamente einzunehmen, welche gut erprobt und dank Generika auch günstig geworden sind. Gerne helfen wir Ihnen beim Entscheid.